Presseartikel


Thema: Skaten unterm Messehimmel
(HNA vom 17.09.2002)

In Halle 13 gibt es einen Skaterpark für Jugendliche.

Auf der Herbstausstellung gibt es erstmals ein spezielles Programm für Jugendliche. In Zusammenarbeit mit der Hütt-Brauerei und der Diskothek SPOT wird zum ersten Mal auch der Jugend ein interessantes und spezielles Programm auf der diesjährigen Kasseler Herbstausstellung angeboten. In der Messehalle 13 am Stand 1306 ist ein Skatepark mit einer Mini-Rampe, einer Fun-Box mit Rail, einer Wheelie-Box und einer Anschwung-Rampe aufgebaut.

Skateboardfans haben so die Möglichkeit, sich nach Herzenslaune austoben. Für die passende Musik sorgen die DJs der Diskothek SPOT. Interessierten und neugierigen Nicht-Skatern steht am Stand des Vereins Komma e.V. ein Verleih von Skateboards, Inlinern und Schutzkleidung zur Verfügung. Im Rahmen des Jugendprogramms fand am Wochenende in der Halle 13 ein Promi-Sprayen und Skateboarden statt. Vertreten wurden die Skater durch Christoph Hagemann, den Vorsitzenden des ersten Skateboard-Vereins "Mister Wilson e.V. Kassel".
Die Sprayer wurden durch Dominic Kramer alias Eost reprasentiert, der in der Sprayer-Szene sehr bekannt ist. Der Werbetechniker, der ebenfalls als Tatowierer agiert, stellte seine Ausstellung mit seiner Graffiti-Serie "Abart" vor.

Stadtratin Annett Martin (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), die auch Geschaftsführerin des Vereins Komma e.V. ist, unterstützte die Jugendaktion und skatete auch mit.


Ü
berrascht über den großen Zuspruch

"Unsere Idee war es, auch die Jugendlichen mehr für die Kasseler Herbstausstellung zu begeistern. Wir sind über den großen Zuspruch von Seiten der jugendlichen Zuschauer überrascht, und wollen mit solchen Aktionen weiterhin mehr Jugendliche auf die Ausstellungen in den Messehallen locken", so Beate Umbach, Ehefrau des Messeleiters. Auch die Hütt-Theke wurde von Dominic Kramer künstlerisch mitgestaltet. Die Theke erinnert, der Hip-Hop-Szene entsprechend, an die Bronx in New York, in der Sprayer und
Skater ihren Ursprung fanden.
Besonders beliebt im Skatepark der Messehalle war die Mini-Pipe, da es in Kassel nicht viele Pipes dieser Art gibt. Die Mini-Pipe ist eine Skate-Einrichtung, die aus zwei mit einem Flat verbundenen gegenüberliegenden Transitions besteht und beidseitig mit Podesten versehen ist. Im Gegensatz zur Half-Pipe enden jedoch die oberen Teilstücke nicht in einer Vertikalen, was vor allem den weniger geübten Fahrern entgegenkommt.

Den Inhaber der Hütt-Brauerei, Frank Bettenhäuser, faszinierte auch die ganze Aktion: "Wenn die Entwicklung so weitergeht, müssen wir überlegen, ob wir einen weiteren Skatepark dazubauen."
Sein Motto war: "Erst skaten und später heben."

Anfangs beschwerten sich zwar einige Aussteller über den Lärm den die Skater machten, jedoch fand man bald einen Kompromiss. Der 47-jährige Aussteller Volker Bischoff begrüfürßt hingegen die Jugendaktion und findet, dass sie eine Zukunft hat. Er sieht zum ersten Mal so viele Jugendliche und einen Mix aus Jung und Alt auf einer Ausstellung und glaubt, dass die gesunde Mischung gefunden worden ist.

Und die jugendlichen Besucher betonen, dass sie solche Programme für die Jugend auch in den kommenden Ausstellungen erwarten.

Die Kasseler Herbstausstellung findet bis 22. September in den Messehallen statt. Sie ist täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet. Nähere Infos zum Graffitikünstler Eost gibt es unter www.eost.de Infos zu Komma e.V. unter
www.komma-kassel.de

(Rahman Yesildag / HNA-x-press)


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